Ehrenamt

Im Betreuungsrecht haben die ehrenamtlichen Betreuer immer Vorrang vor allen anderen Betreuern.

 

Der SKFM St. Wendel sucht sozial engagierte Menschen, die als ehrenamtliche rechtliche Betreuer betroffenen Personen helfen möchten.

Wir bieten Schulungen, Fortbildungen und Erfahrungsaustausch an und begleiten und beraten den ehrenamtlichen Betreuer während seiner Tätigkeit.

 

Bei der Vermittlung von ehrenamtlichen Betreuungen an unsere Mitglieder arbeiten wir eng mit dem Amtsgericht zusammen. Unser Anliegen ist es, dass es zwischen ehrenamtlichen Betreuern und den zu Betreuenden sowohl fachlich, örtlich als auch menschlich passt.
Bei Fragen, Problemen und Unklarheiten helfen die Mitarbeiter des SKFM.

 

Als ehrenamtlicher Betreuer können Sie einen wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft leisten und für sich selbst eine lebensbereichernde Herausforderung und Tätigkeit finden. Für diese Tätigkeit können Sie beim Betreuungsgericht eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 399€ geltend machen. Unsere Mitglieder sind während Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit über den Diözesanverein Trier wie folgt versichert.

 

1.

Betriebshaftpflichtversicherung (Generali Versicherung AG)
bis zu 2.556.459 Euro pauschal für Personenschäden- und Sachschäden
bis zu 51.129 Euro für Vermögensschäden
(Selbstbeteiligung)

 

2.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (ERGO Versicherung AG)
je Versicherungsfall 250.000 Euro
Jahreshöchstleistung 1.000.000 Euro

 

3. Rechtsschutz-Versicherung (Roland)
  • Strafrechtsschutz
    je Versicherungsfall 500.000 Euro (Selbstbeteiligung 750 Euro)
  • Arbeits- Schadenersatz- und Sozialgerichts-Rechtsschutz
    je Schadenfall 500.000 Euro (Selbstbeteiligung 750 Euro)
4. Dienstreise-Fahrzeug-Versicherung (Basler Securitas Versicherung)
  • mit 300 Euro Selbstbeteiligung bei Vollkasko
  • mit 150 Euro Selbstbeteiligung bei Teilkasko
    (Quelle: SKM Diözesanverein Trier 19.12.2011)

 

Falls Sie Interesse haben melden sie sich bei uns!

Häufig gestellte Fragen

  • Wie werde ich ehrenamtlicher Betreuer?

    Wenn Sie eine ehrenamtliche Betreuung übernehmen möchten, sollten Sie sich bei uns melden.
    Sie können unsere Schulung besuchen, oder sich in einem persönlichen Gespräch über das Betreuungsrecht informieren lassen.
    Wir bekommen vom Betreuungsgericht St. Wendel regelmäßig Anfragen zur Übernahme von ehrenamtlichen Betreuungen. Wenn wir das Gefühl haben, dass Sie geeignet sind, eine Betreuung zu übernehmen, dann schlagen wir Sie dem Richter als ehrenamtlicher Betreuer vor. Es kann auch vorher ein Besuch beim zu Betreuenden vereinbart werden, um ein vorheriges Kennenlernen zu ermöglichen. Sie können Mitglied (Mitgliedschaft ist kostenlos) in unserem Verein werden und sind durch die Mitgliedschaft in ihrer Tätigkeit bei uns versichert.
  • Welche Pflichten habe ich als ehrenamtlicher Betreuer?

    Der ehrenamtliche Betreuer hat die gleichen Pflichten wie alle anderen Betreuer.
    Er hat den Betreuten in seinem Aufgabenkreis gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten, seine Interessen wahrzunehmen, seine Angelegenheiten zu besorgen und v.a. das Rücksichtsgebot, das Besprechungsgebot und die Fürsorgepflicht (s.u.) zu beachten. Der Betreuer ist der gesetzliche Vertreter der betreuten Person. Das Handeln des Betreuers wirkt sich unmittelbar auf die betreute Person aus. Er vertritt den Betreuten dort, wo er nicht selbst für sich handeln kann. Die Aufgaben des Betreuers sind so unterschiedlich, wie das Leben der betreuten Personen es sein kann. Wenn Behördengänge zu erledigen und Sozialhilfeanträge zu stellen sind, gehört dies zu den Pflichten des Betreuers. Ist eine Genehmigung zu einer Operation notwendig, weil der Betreute nicht einwilligungsfähig ist, gehört auch dies zu den Pflichten des Betreuers, ganz gleich ob ehrenamtlich oder beruflich. Die Mitarbeiter des SKFM bemühen sich, nur solche Betreuungen an unsere Mitglieder zu vermitteln, die wirklich ehrenamtlich führbar sind.
  • Was ist das Rücksichtsgebot?

    Jeder Betreuer hat die Betreuung so zu führen, wie es dem Wohl des Betreuten entspricht. Zum Wohl des Betreuten gehört auch die Möglichkeit, im Rahmen seiner Fähigkeiten sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten (§1901 Abs. 2 BGB).
    Der Betreuer hat Wünschen des Betreuten zu entsprechen, soweit dies dessen Wohl nicht zuwiderläuft (§1901Abs. 3 BGB).
    Nicht maßgeblich für die Führung der Betreuung sind die Werte, Lebens- und Weltansichten des Betreuers sondern des Betreuten.
    Bei seiner Entscheidungsfindung hat der Betreuer folgende Rangfolge zu beachten:
    - Was will die Person? tatsächlicher Wille
    - Was würde die Person wollen? mutmaßlicher Wille
    - Was würde ein normaler Beobachter wollen? objektiver Wille
  • Was ist das Besprechungsgebot?

    Ehe der Betreuer wichtige Angelegenheiten erledigt, bespricht er sie mit dem Betreuten, sofern dies dessen Wohl nicht zuwiderläuft (§1901 Abs.3 BGB). Deshalb ist die Betreuung persönlich zu führen und regelmäßig Kontakt mit dem Betreuten aufzunehmen
  • Muss ich für meinen Betreuten auch Behördengänge erledigen?

    Der Betreuer hat alle Behördengänge zu erledigen, die in seinem Aufgabenkreis anfallen und die für die betreute Person notwendig sind.
    Dazu gehören v.a. Anträge nach SGB XII, Anträge nach SGB II (Hartz IV) und Rentenanträge. Im Bereich der Gesundheitssorge kann es auch sein, dass der Betreuer den Krankenversicherungsschutz sichern bzw. herstellen muss.
    Die meisten Behördenangelegenheiten können mittlerweile postalisch erledigt werden. Der „Gang zur Behörde" ist nur in den seltensten Fällen notwendig.
  • Was sind meine Aufgaben im Bereich der Gesundheitssorge?

    Im Rahmen der Gesundheitssorge können folgende Aufgaben auf den Betreuer zukommen:
    Entscheidung über eine Einwilligung oder Nichteinwilligung zu Heilbehandlungen und Untersuchungen des Betreuten.
    Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung.
    Aufklärung durch und Kontakt zum Arzt.
    Entscheidung über (Zwangs-) Medikation.
    Organisation der Pflege.
    Erhalt des Krankenversicherungsschutzes.
    Bei privat Versicherten oder Beihilfeberechtigten: Die Finanzierung der Behandlung sichern.
  • Was sind meine Aufgaben im Bereich der Vermögenssorge?

    Folgende Aufgaben können auf den Betreuer im Rahmen der Vermögenssorge zukommen:
    Verwaltung von Konten, Sparbüchern, Versicherungen.
    Beantragung, Entgegennahme und Einteilung von Rente/Sozialhilfe, sonstigen Sozialleistungen / Arbeitslohn.
    Organisation und Kostenregelung von Rehabilitationsmaßnahmen.
    Geltendmachung von Forderungen gegen Dritte (z.B. Schadensersatz, Schmerzensgeld, Herausgabe).
    Prüfung von Rechnungen/Abwehr von Ansprüchen Dritter.
    Vertretung gegenüber Gläubigern/Schuldentilgung.
    Prüfung und Regelung von Unterhaltspflichten.
    Verwaltung/Verwertung von Grundvermögen und anderen Vermögenswerten.
    Vertretung bei Erbauseinandersetzungen.
    Vertretung gegenüber Heimen, Abschluss von Heimverträgen; Regelung der Heimkosten;
    Überwachung der Taschengeldverwaltung bei Heimbewohnern.
  • Wann finden die Schulungen des SKFM St. Wendel statt?

    Schulungen finden 3 mal im Jahr statt.
    Termine und Anmeldemöglichkeiten können Sie rechtzeitig unserer Internetpräsenz, unserem „Brief" oder Veröffentlichungen in der Presse entnehmen.
  • Welche Hilfen leistet der SKFM?

    Ein Betreuungsverein wie der SKFM St. Wendel unterstützt den ehrenamtlichen Betreuer während seiner Betreuungstätigkeit.
    Wir beraten rund um das Betreuungsrecht und bieten Schulungen, Fortbildungen und einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch an.
    Sie können uns jederzeit anrufen oder einen Termin mit uns vereinbaren, wenn Sie Fragen zu ihrer ehrenamtlichen Betreuung haben oder in anderen Dingen in der Betreuung nicht weiterkommen.
    Über den Diözesanverein Trier sind Sie versichert.
  • Wie hoch ist die Aufwandspauschale? Was muss ich bei der Antragsstellung beachten?

    Allen ehrenamtlichen (auch den familienangehörigen) Betreuern steht jährlich ein pauschaler Aufwendungsersatz in Höhe von 399€ zu.
    Der ehrenamtliche Betreuer kann aber statt der Pauschale auch die Aufwendungen einzeln abrechnen. Dann müssen aber alle Aufwendungen (nicht nur die, die über 399 Euro jährlich liegen), nachgewiesen werden.
    Wurde die Betreuung z.B. am 15.04.2010 eingerichtet, endet das Betreuungsjahr am 14.04.2011. Der Antrag auf Aufwendungsersatz kann gestellt werden. Der Anspruch auf die Aufwandsentschädigung erlischt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres gestellt wird in dem der Anspruch entsteht. Der Anspruch entsteht jeweils nach dem Betreuungsjahr, in unserem Beispiel wäre die letzte Frist für die Antragstellung der 31.03.2012.
  • Ist die Aufwandspauschale zu versteuern?

    Grundsätzlich ist die Aufwandspauschale zu versteuern.
    Allerdings erst ab dem Betrag von 2100€. Der ehrenamtliche Betreuer darf somit bis zu 5 Betreuungen ehrenamtlich führen, ohne dass er die Aufwandspauschale versteuern müsste.
  • Bin ich als ehrenamtlicher Betreuer haftbar?

    Für vorsätzlich und fahrlässig verursachte Schäden haftet der Betreuer ggü. dem Betreuten gemäß §1833 BGB, wenn sich dieses als eine Pflichtverletzung darstellt. Unsere Mitglieder sind während Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit über den Diözesanverein Trier wie oben beschrieben versichert.
SKFM
Sozialdienst Katholischer
Frauen und Männer
im Kreis St. Wendel e.V.
Domgalerie
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66606 St. Wendel
Telefon: 06851 86712
Telefax: 06851 85432
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Zuständige Aufsicht: Amtsgericht St. Wendel
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